Veranstaltung im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU

Informationsveranstaltung zu ziviler Sicherheitstechnologien in Chile & Peru

Webinar

auf einen Blick

Ort: im Internet

Datum: 20. Oktober 2020

Zeit: wir noch bekannt gegeben

Zielgruppe: kleine & mittelständische Unternehmen, Selbständige, fachbezogene freie Berufe

Branche: Produkte und Dienstleistungen aus dem Bereich „Sicherheit„: z.B.: Schutz von kritischen Infrastrukturen oder gesellschaftlicher Großereignisse, Brandschutz, IT-Sicherheit, Reaktorsicherheit, Videoüberwachung, Biometrie, Alarmsysteme, Lösungen für die Bewältigung von Naturkatastrophen, Pandemien und technischen Großunfällen etc.

Sprache : Deutsch & Englisch

 

Kosten: kostenfrei

So funktionierts

Technische Vorbereitung zum Webinar

Das Webinar wird von uns über den Anbieter Zoom durchgeführt. Sie erhalten am Veranstaltungstag eine E-Mail mit dem Link zu der Veranstaltung und sind für die Teilnahme freigeschaltet. 

Bereits am vorab erhalten Sie einen ersten Link, der Ihnen den Zugang zu bereits aufgezeichneten Präsentationen ermöglicht. Diese Präsentationen können Sie sich vorab anschauen. Alle Referenten sind auch bei dem Live-Webinar online. 

Programm Live-Webinar

Das Programm bietet einen umfassenden Überblick über das Potenzial für Export, Investitionen und Kooperationen in Chile und Peru. Lokale Experten informieren die Teilnehmer über aktuelle Entwicklungen und Trends der Branche. Deutsche Unternehmer berichten über Ihre Erfahrungen in den Märkten. Weitere Vorträge zu den rechtlichen Rahmenbedingungen, Makrodaten zu Wirtschaft und Politik sowie Finanzierungs- und Risikoabsicherung bei Export und Investitionen runden das Programm ab.

Die Hintergründe

Sicherheitstechnologie in Chile

Chile hat sich in den vergangenen Jahren aufgrund von institutioneller Stabilität, einem stabilen makroökonomischen Umfeld, einem guten Investitionsklima und konstantem Wachstum zu einem der wirtschaftlich erfolgreichsten Länder Lateinamerikas entwickelt. Hiervon zeugt auch die Mitgliedschaft in der OECD, der in Lateinamerika neben Chile nur Mexiko angehört.

In Chile wird verstärkt Technologie zur Sicherheitsüberwachung nachgefragt. Neben dem Bedarf an technischen Lösungen werden auch Schulungen für Fachpersonal und Personal der Sicherheitsbranche immer relevanter. Die Nachfrage nach Sicherheitsgeräten ist nicht nur in Privathäusern, sondern auch für Bau- und Industrieanlagen, Bergbau, Gesundheitseinrichtungen, Flughäfen und Häfen sehr hoch. Insbesondere gibt es Möglichkeiten für Unternehmen in den Bereichen Zugangskontrolle, Perimeter-Kontrolle, Videoüberwachung und Arbeitersicherheit. Im Hinblick auf Katastrophenschutz, besteht in Chile ein hohes Potential mit hiermit verbundenen Technologien, z. B. Früherkennung von Erdbeben/Tsunamis. Aufgrund der besonderen geographischen Lage kommt es in Chile regelmäßig von starken Erdbeben (sehr starke Beben ca. alle 10 Jahre). Im Sommer kommt es aufgrund der hohen Temperaturen und geringen Niederschlagsmenge häufig zu starken Waldbränden, im Herbst und Winter hingegen ist mit Überschwemmungen zu rechnen. Erdbeben können das ganze Jahr über auftreten. Wobei mit einem starken Erdbeben ca. alle zehn Jahre gerechnet wird. Des Weiteren gibt es in Chile ca. 90 aktive Vulkane. Der Nationale Feuerwehrrat (Junta Nacional de Bomberos) koordiniert die Beschaffung von Feuerwehrausrüstung. Deutsche Unternehmen können an den Ausschreibungen des Rates teilnehmen, wenn sie auf dem lokalen Markt vertreten und als ausländische Lieferanten registriert sind. Es werden die Standards der National Fire Protection Association (NFPA) der USA angewandt.

Chile hat eine der höchsten Internet-Penetrationsraten in Südamerika. Für die Regierung und den chilenischen Privatsektor erhielt die Förderung von Maßnahmen zum Schutz der Cybersicherheit höchste Priorität nach dem Hacking einer der größten Banken in Chile 2018, gefolgt von mehreren Kreditkarten-Hacks und Cyber-Angriffen im Land. Die nötige Expertise ist in Chile praktisch nicht vorhanden und muss importiert werden.

Sicherheitstechnologie in Peru

In Peru, einem sich im strukturellen und gesellschaftlichen Wandel befindendem Schwellenland, nimmt die zivile Sicherheit eine zunehmend wichtige Rolle ein. Die stetige und rasant voranschreitende Veränderung sicherheitspolitischer Rahmenbedingungen stellt hierbei eine besondere Herausforderung sowohl für Privatleute als auch Unternehmen dar. Die Gewährleistung des gesellschaftlichen Schutzes vor Kriminalität und Terrorismus steht hierbei genauso im Mittelpunkt wie der Schutz von kritischer Infrastruktur oder die Rettung und der Schutz von Einzelpersonen.

Peru besitzt gerade wegen der noch neuen Aufgabenstellungen eine relativ dünne Marktdurchdringung der zivilen Sicherheitstechnik. Obwohl die Regierung mit einem nationalen Plan zur Sicherheit 2019-2023   viele theoretische Konzepte zur Verbesserung der zivilen Sicherheit eröffnet, ist die praktische Verwirklichung, nicht zuletzt aufgrund der nicht im Lande erhältlichen Technologien, problematisch. Dies eröffnet deutschem Know-How und deutschen Sicherheitskonzepten die Möglichkeit zur erfolgreichen Markterschließung. So sind in Peru, nicht nur wegen der sich noch in Entwicklung befindenden Cybersicherheitsgesetzte, enorme Sicherheitslücken in der IT-Infrastruktur vorhanden. Ein offizieller Bericht des Kongresses der Republik liefert einen Einblick wie schlecht die Situation wirklich ist. Peru belegt unter 193 Ländern, mit einer Wertung von nur 37,4%, den 79. Platz.  Auch der Schutz des Elektrizitätsnetzes oder der Trinkwasserreservoirs des Landes ist nur spärlich vorhanden. In allen Teilbereichen der zivilen Sicherheitstechnik sind große Chancen zur erfolgreichen Produkt- und Dienstleistungskommerzialisierung vorhanden.

Perimetersicherung und mechanische Sicherheit

Die Nachfrage nach Sicherheitsausrüstung für Wohn-, Industrie- und Büroräume ist in Peru weiterhin hoch. Umfragen in Lima und anderen peruanischen Großstädten bestätigen, dass die Einwohner ein hohes Maß an Unsicherheit empfinden. Viele Menschen wurden Opfer von Raubüberfällen oder Einbrüchen. Unternehmen, Regierungsbehörden und Haushalte investieren in eine Vielzahl von Sicherheitsausrüstungen, darunter Überwachungskameras, Alarmanlagen, Lichter, Maschennetze und Stacheldraht. In der Tourismusbranche ist von einer großen Nachfrage nach Sicherheitstechnologien auszugehen. Bei Hotels stehen zwischen 2017 und 2021 laut Sociedad Hoteles del Perú (SHP) Investitionen von 1,2 Milliarden US-Dollar im Raum. Dies entspräche einem Anstieg von 90 Prozent gegenüber den 600 Millionen US-Dollar im – ein Jahr längeren – Zeitraum 2011 bis 2016. Zu den staatlichen Großprojekten im Bereich Infrastruktur gehören aktuell die Erweiterung der Linie 2 der Metro in Lima, der Ausbau des Übertragungsnetzes in der Innenstadt und der Hafenkapazitäten in Paracas und Salaverry, der Bau neuer Einkaufszentren und größerer Krankenhauskapazitäten sowie der Ausbau des Hauptstadtflughafens Jorge Chávez. Bis 2023 sollen u.a. ein neues Terminal und ein neuer Tower entstehen. Die Betreiber streben zudem den Bau der ersten südamerikanischen Flughafen-Stadt an, in der es Logistik-, Fracht-, Geschäfts-, Transport- und Freihandelszonen geben soll. In unmittelbarer Nähe entsteht darüber hinaus Limahub, ein Luftfrachtverteilungszentrum von ca. 140.000qm.

Fehlende Sicherheitsanlagen in den Hafenanlagen haben gravierende Auswirkungen auf die gesamte Volkswirtschaft. Die schlechte Sicherheitslage gilt laut einer Studie des Außenhandels- und Tourismusministeriums neben dem komplizierten Zugang und dem ineffizienten Kontrollsystem als einer der Hauptgründe für die Verspätungen und hohen Kosten in den Hafenanlagen.  Die Kosten im Schiffsverkehr sind exorbitant: während für den Transport eines 20 Fuß-Containers vom Schiff zu einem externen Lager bis zu 1500 USD anfallen können (ohne Zollkosten), sind andere Länder mit Kosten zwischen 300 und 500 USD deutlich günstiger.

 

1.3.2    Bewältigung von Naturkatastrophen

Das Klimaphänomen El Niño löste 2017großflächige Überschwemmungen und Erdrutsche aus. Nach zahlreichen Verzögerungen kommt der Wiederaufbau in den noch immer verwüsteten Gebieten mit Hilfe von 2.000 Projekten nun in Gang. Dazu gehören das 7,7 Milliarden US-Dollar teure Programm „Reconstrucción con Cambios“ (Wiederaufbau mit Änderungen) und weitere 2,1 Milliarden US-Dollar für die betroffenen Gebiete im Norden des Landes.

Teilnahme

Es handelt sich um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU, die im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie durchgeführt wird.

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.ixpos.de/markterschliessung abgerufen werden.