Digitale Informationsveranstaltung im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU

Aus- & Weiterbildung in Indonesien

Branche: Aus- und Weiterbildung

Zielmarkt: Indonesien

Ort: Jakarta

Zeit: 22. – 25. November 2021

Zielgruppe: deutsche Anbieter aus den Bereichen Aus- und Weiterbildung; insbesondere Zielgruppe: kleine & mittelständische Unternehmen, Selbständige, fachbezogene freie Berufe

Kosten: 500-1.000 EUR

Vom 22.11.2021 bis zum 25.11.2021 führt die Deutsch-Indonesische Industrie- und Handelskammer (AHK Indonesien), im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), eine Geschäftsanbahnung nach Indonesien zum Thema „Aus- und Weiterbildung“ durch. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des BMWiMarkterschließungsprogramms für KMU. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittlere deutsche Unternehmen (KMU). Die Geschäftsanbahnung wird in Kooperation mit der econAN international GmbH durchgeführt. Fachpartner sind iMOVE: Training – made in Germany und der Didacta Verband e.V., Verband der Bildungswirtschaft.

Die Geschäftsanbahnung wird als physische Reise geplant. Sollten die globale Corona-Situation und die damit verbundenen Reiserestriktionen eine physische Durchführung nicht erlauben, wird die Geschäftsanbahnung in einem digitalen Format durchgeführt. Die finale Entscheidung dazu wird spätestens Ende Juli getroffen.

Im Folgenden finden Sie Informationen zum indonesischen Markt für Produkte und Dienstleistungen im Bereich Aus- und Weiterbildung in Form von Videos und Dateien zum Download. Weitere Informationen zum Reiseprogramm und den Leistungen finden Sie über den Button „Download: Programm und Infos“. 

Durchführer:

Partner:

Webinar: Der indonesische Markt

 

  • Vorstellung des BMWi-Markterschließungsprogramms
  • Überblick über wirtschaftliche Makrodaten
  • Rechtliche Rahmenbedingungen in Indonesien
  • Förderbedingungen, Finanzierungs- und Risikoabsicherung bei Export nach und Investitionen in Indonesien

Webinar: Der Markt für Produkte und Dienstleistungen im Bereich Aus- und Weiterbildung in Indonesien

  • Marktentwicklung und Trends im Bereich Aus- und Weiterbildung in Indonesien
  • Deutsche Initiativen im Sektor Aus- und Weiterbildung in Indonesien
  • Best Practice Beispiel: Lieferung von Ausrüstung für den Sektor Aus- und Weiterbildung in Indonesien
  • Diskussion

Programm der Geschäftsanbahnungsreise

Sonntag, 21.11.2021

18:30: Begrüßung und Briefing zu organisatorischen Aspekten, gemeinsames Abendessen

 

Montag, 22.11.2021

08:00 – 09:30: Länderbriefing

10:00 – 15:00: Präsentationsveranstaltung „Training and learning equipment made in Germany“. Darstellung der Leistungsfähigkeit der deutschen Branche mit Beiträgen von:
AHK, Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland, BMWi (Eröffnung), iMOVE, Deutsche Delegationsteilnehmer/-innen
Zielgruppen auf indonesischer Seite: insbesondere relevante Institutionen sowie Kunden und Partner

15:00 – 16:30: Networking und Einzelgespräche im Anschluss an die Präsentationsveranstaltung

18:30 – 20:30: Gemeinsames Abendessen

 

Dienstag, 23.11.2021

Ganztägig: individuelle Gespräche mit möglichen Kunden und Partnern, begleitet von Mitarbeiter/-innen der AHK

 

Mittwoch, 24.11.2021

Vormittags: individuelle Gespräche mit möglichen Kunden und Partnern, begleitet von Mitarbeiter/-innen der AHK

im Anschluss Transfer zum Flughafen

Weiterreise nach Surabaya und Transfer zum Hotel

 

Donnerstag, 25.11.2021

09.00 – 12.00 Uhr: Präsentationsveranstaltung „Training and learning equipment made in Germany“
Darstellung der Leistungsfähigkeit der deutschen Branche mit Beiträgen von:
AHK, Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland, BMWi (Eröffnung), iMOVE, Deutsche Delegationsteilnehmer/-innen
Zielgruppen auf indonesischer Seite: insbesondere relevante Institutionen sowie Kunden und Partner

13:00 – 16:00: Networking und Einzelgespräche im Anschluss an die Präsentationsveranstaltung sowie individuelle Abschlussgespräche

Alternativ: 09:00 – 16:00: in-house-Besuche in Kleingruppen, z.B. bei Schulen, Universitäten und Industrieunternehmen

16:30 – 20:00    Abfahrt vom Hotel zum Flughafen und Abreise nach Jakarta / Ende der GAB

Die Hintergründe

Marktchancen für deutsche Unternehmen

Zur Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit der verarbeitenden Industrie und zur Schaffung von Arbeitsplätzen wurde die Roadmap „Making Indonesia 4.0“ vorgestellt. Mit diesem Thema präsentierte sich Indonesien als Partnerland bei der diesjährigen digital durchgeführten Hannover Messe. Schwerpunktsektoren der Initiative sind: Getränke- und Nahrungsmittelindustrie, Automobil-, Textil- und Elektronik­industrie sowie die Chemische Industrie.

Firmenintern muss die Industrie ihre Mitarbeiter auf die neuen Herausforderungen vorbereiten. Ein wichtiges Querschnittsthema, das weite Bereiche der indonesischen Wirtschaft betrifft, ist die Digitalisierung. Durch die Corona-Pandemie wurde der Trend hin zu mehr digitalen Lernmethoden und Arbeitsprozessen deutlich verstärkt.

Nach einer in 2020 veröffentlichten Studie von Bain & Company, Google und Temasek wird erwartet, dass die indonesische Digitalwirtschaft bis 2025 auf USD 130 Mrd. anwachsen wird. Bereits heute ist Indonesien der größte E-Commerce-Markt in Südostasien. Die Pandemie hat dem Sektor zusätzlichen Schub gegeben. Davon profitieren insbesondere Anbieter digitaler Zahlungsdienste sowie die Logistikbranche. Gleichzeitig stehen Paketdienstleister vor der Herausforderung mit der steigenden Zahl von Aufträgen mithalten zu können. Indonesien besteht aus 17.000 Inseln. Lieferketten müssen effizienter gestaltet werden; Schlüssel dazu: Digitalisierung. Industrie 4.0 ist mit dem Thema eng verknüpft. Jedoch werden alle Bestrebungen gebremst, wenn nicht auch das notwendige Humankapital geschaffen wird. Mehr digitale Anwendungen in der Industrie bedeuten neue Fertigungsmethoden und unter Umständen auch neue Produkte.

 

Bedarf an betrieblicher Weiterbildung

Die dafür notwendigen Humanressourcen müssen aufgebaut werden. Unternehmenseigene Ausbildungszentren, aber auch Schulen und Universitäten müssen (und werden) sich anpassen.

Insbesondere für Anbieter technischer Trainings ist die verarbeitende Industrie (insbesondere in den oben genannten Schwerpunktsektoren) die Hauptzielgruppe. Dort sind entsprechende Budgets grundsätzlich vorhanden und Trainings können durchaus in englischer Sprache durchgeführt werden. Insbesondere im Hinblick auf die begonnene Digitalisierung erscheinen auch die Sektoren Logistik und Finanzen interessant.

Neben technischen Trainings besteht auch ein interessanter Markt für Management-Trainings. Aus deutscher Sicht vorteilhaft ist, dass im Managementbereich Trainings in englischer Sprache einfacher zu vermarkten sind.

 

Zielgruppen für Lernausstattungen

Auf der Bildungsseite gehören die Anpassung von Lehrplänen sowie die Schaffung von Anreizen für mehr Forschung und Entwicklung zu den Zielen der Initiative „Making Indonesia 4.0“. Die digitale Infrastruktur im ganzen Land wird sukzessive ausgebaut. Damit soll sichergestellt werden, dass landesweit ein digitaler Zugang zu Bildungsressourcen möglich ist.

Für Anbieter von Lernausstattungen sind neben industriellen Ausbildungszentren vor allem private und öffentliche Schulen und Universitäten interessant. Insbesondere digitale Lerngeräte werden an Bedeutung gewinnen. Der Zugang zu Aufträgen kann durch Ausschreibungen verschiedener Institutionen erfolgen.

Die wichtigsten Zielgruppen sind sowohl staatliche Stellen als auch private Bildungsanbieter. Indonesien ist stark dezentral organisiert. Staatliche Schulen werden sowohl von der Zentralregierung als auch von Provinzregierungen betrieben. Budgets sind daher nicht zwangsläufig zentralisiert wodurch mehrere Anknüpfungspunkte bestehen. Auch private Betreiber sind eine interessante Zielgruppe. Mit Ausnahme der Grundschulen werden lokale Schulen (Mittel- und Oberstufe sowie Berufsschulen) mehrheitlich von privaten Anbietern betrieben.

Ebenfalls interessant sind Universitäten. In den Laboren der wichtigsten Universitäten sind Maschinen und elektronische Geräte deutscher Hersteller keine Seltenheit. Technologie aus Deutschland genießt einen sehr guten Ruf.

Der Kontakt zu großen Industriebetrieben ist ebenfalls interessant, da diese mitunter eigene Ausbildungszentren betreiben. Moderne Ausrüstung wird auch dort benötigt. Diese Einrichtungen dienen der Aus- und Weiterbildung der eigenen Belegschaft und müssen den Anforderungen der jeweiligen Unternehmen entsprechen.

Beschaffungen staatlicher Bildungseinrichtungen erfolgen auch über den e-katalog, eine Beschaffungsplattform der öffentlichen Hand. Dort registrierte Produkte können direkt bestellt werden. Die Registrierung von Produkten kann allerdings nur von lokal ansässigen Unternehmen vorgenommen werden. Daher ist die Identifizierung eines lokalen Geschäftspartners wichtig. Dieser Aspekt steht im Fokus der Geschäftsanbahnung.

Teilnahme

Die Geschäftsanbahnung wird als physische Reise geplant. Sollten die globale Corona-Situation und die damit verbundenen Reiserestriktionen eine physische Durchführung nicht erlauben, wird die Geschäftsanbahnung in einem digitalen Format durchgeführt. Die finale Entscheidung dazu wird spätestens Ende Juli getroffen.

Das Projekt ist Bestandteil des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme am Projekt beträgt in Abhängigkeit von der Größe des Unternehmens:

  • 500 EUR (netto) für Teilnehmer mit weniger als 2 Mio. EUR Jahresumsatz und weniger als 10 Mitarbeitern
  • 750 EUR (netto) für Teilnehmer mit weniger als 50 Mio. EUR Jahresumsatz und weniger als 500 Mitarbeitern
  • 000 EUR (netto) für Teilnehmer ab 50 Mio. EUR Jahresumsatz oder ab 500 Mitarbeitern

Bei einer digitalen Durchführung reduziert sich der Teilnahmebetrag um die Hälfte. Der Betrag ist nach verbindlicher Anmeldung an die econAN international GmbH zu zahlen und ist nicht erstattbar.

 

Allen Teilnehmern werden die individuellen Beratungsleistungen in Anwendung der De-Minimis-Verordnung der EU bescheinigt. Teilnehmen können maximal 12 Unternehmen. Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt, wobei KMU Vorrang vor Großunternehmen haben. Die Teilnehmer erklären ihr Einverständnis, sich an zwei Befragungen zur Evaluierung des Geschäftsanbahnungsprojektes (am Ende der Reise sowie sechs bis acht Monate nach der Reise) zu beteiligen.

 

Anmeldeschluss: 30. Juli 2021

market expansion and sustainability experts