Veranstaltung im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU

Informationsveranstaltung IKT-Dienstleistungen in Pakistan

Webinar

auf einen Blick

Datum: on-demand verfügbar

Dauer: 90 Minuten (Teil 1) und 120 Minuten (Teil 2)

Zielgruppe: kleine & mittelständische Unternehmen, Selbständige, fachbezogene freie Berufe

Branche: ITK-Dienstleistungen (IT-Beratung, IT-Sicherheit, Individual-Software-Entwicklung, Systemintegration, Produkte und Lösungen für Rechenzentren, Aus- und Weiterbildung etc.)

Sprachen: Deutsch & Englisch

Kosten: kostenfrei

Aufzeichnung Teil 1

  • Vorstellung des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU
  • Rechtliche Rahmenbedingungen in Pakistan
  • Aktuelle Wirtschaftsentwicklung in Pakistan
  • Risikoabsicherung bei Export nach Pakistan
  • Doing Business in Pakistan

Aufzeichnung Teil 2

Grußworte:

  • S.E. Dr. Mohammad Faisal, Botschafter der Islamischen Republik Pakistan
  • Dr. Adrian Bothe, Referatsleiter, BMWi
  • Faraz Dahar, Deutsch-Pakistanisches Forum

Podiumsdiskussion:

  • Osman Nasir, Managing Director, Pakistan Software Export Board
  • Mohammad Javed,  National Database & Registration Authority
  • Khawaja Khurram Naeem, Consulate General of Pakistan
  • Helene Rang, NUMOV – Nah- und Mittelostverein
  • Marco Feelisch, Buckle & Seam

Vorträge:

    • Marktentwicklung und Trends im IKT-Sektor in Pakistan, Shoaib Ahmad Siddiqui, Staatssekretär, Ministry of Information Technology and Telecom / Osman Nasir, Managing Director, Pakistan Software Export Board (PSEB)
    • E-Governance in Pakistan, Mohammad Javed, National Database & Registration Authority NADRA
    • Best Practice Beispiel: Gründung von daraz.pk für Rocket Internet, Marco Feelisch

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Hintergrund: Der pakistanische Markt

(Stand: Juli 2020)

Mit über 200 Millionen-Einwohnern ist Pakistan das sechstbevölkerungs-reichste Land der Welt. Die Hälfte der Bevölkerung ist jünger als 25 Jahre. Durch den großen Binnenmarkt und die dynamische, junge Bevölkerung verfügt Pakistan über ein großes Potenzial. Die Regierung ist bemüht auch mit Hilfe ausländischer Unterstützung eine moderne, wachstumsstarke Wirtschaft aufzubauen. Das Wachstumspotenzial ist groß, da viele Sektoren sich noch in einem frühen Entwicklungsstadium befinden.

Die negativen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie belasten das ohnehin schwache Wirtschaftswachstum. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für das Finanzjahr 2019/2020 eine reale Schrumpfung des Bruttoinlandproduktes (BIP) um 1,5 Prozent. Vor der Krise wurde noch von einem Plus von 2,3 Prozent ausgegangen. Analysten prognostizieren eine nur langsame wirtschaftliche Erholung. Viele Sektoren sind stark getroffen und der
private Konsum ist eingebrochen. Die Economist Intelligence Unit (EIU) geht zwar bereits für das Finanzjahr 2020/21 von einer Steigerung der Wirtschaftsleistung um real 2,9 Prozent aus. Dabei handelt es sich aber eher um einen Basiseffekt, der auf die starke Schrumpfung von 2019/20 zurückzuführen wäre. Die Ratingagentur Moody´s hält dennoch an ihrer Bewertung für Pakistan (B3 – Stabil) fest.

 

Informations- und Kommunikationstechnologien in Pakistan

Die pakistanische Regierung betrachtet Informations-technologie als einen Schlüssel für die Entwicklung des
Landes. 2012 formulierte Pakistan bereits eine IT-Richtlinie, die dazu beitragen soll die Produktivität im öffentlichen Sektor zu fördern, die IT-Infrastruktur auszubauen und gute Regierungsführung zu unterstützen. E-Government
Systeme
wurden in etlichen Bereichen eingeführt und digitale Systeme bei der Polizei, der Justiz und lokalen Behörden etabliert.

Laut dem Pakistan Software Export Board (PSEB) beläuft sich die Gesamtgröße des Softwaresektors auf rund
6,5 Milliarden USD, was einem Wachstum von mindestens 3,5 Prozent in den nächsten fünf Jahren entspricht. Im Finanzjahr 2018/19 beliefen sich die Exporte auf rund 5 Milliarden USD, 8 Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders die
Softwareentwicklung und im Speziellen die Entwicklung von Applikationen für das Business Process Outsourcing (BPO) ist ein wichtiger Subsektor. Jedes Jahr treten über 23.000 Absolventen eines IKT-Studiengangs in den Arbeitsmarkt ein.

 

Die jüngste Liberalisierung des Telekommunikationssektors hat ihn zu einem der vielversprechendsten Sektoren Pakistans gemacht. Heute sind vier Mobilfunkunternehmen im Land tätig und haben einen Kundenstamm von fast 161 Millionen Abonnenten. Der Privatsektor ist jetzt aktiv am Ausbau und der Entwicklung von Telekommunikationsdiensten beteiligt.

Laut offizieller Statistik bestehen rund 85 Prozent der lokalen Telekommunikationsinfrastruktur aus Glasfaserleitungen, die einen Internetzugang für über 2000 Städte bieten.

Zukünftig ist mit einer deutlichen Steigerung im E-Commerce zu rechnen. Derzeit ist dieser hauptsächlich auf Konsumgüter konzentriert. Online-Kunden in Pakistan nutzen das Internet aber auch in den Bereiche Aus- und Weiterbildung, Stellensuche und Finanzdienstleistungen. 95 Prozent der Unternehmen im E-Commerce geben jedoch
an, Zahlungen für Online-Bestellungen per Nachnahme zu erhalten. Die größeren Akteure versuchen die Verbraucher zu Online-Zahlungen zu bewegen. Eine Reihe von Produkten wie EasyPaisa, JazzCash und sind verfügbar, aber kein Anbieter hat eine hohe Marktdurchdringung.

Die Zahl der über 50 Millionen Internetnutzer soll sich in den nächsten fünf Jahren verdoppeln. Das Wachstum
der Internet-Abonnenten in Pakistan liegt im Durchschnitt bei über 22 Prozent pro Jahr. Ausschlaggebend dabei ist der hohe Zugang von Smartphonenutzern. Schon heute gilt Pakistan mit einer Penetration von 34% als Vorreiter in diesem Bereich in Südasien. Dazu trägt vor allem die zügige Etablierung von schnellem 4G Internet bei. Es ist davon auszugehen, dass sich zukünftig „mobile first“ bei der Internetnutzung durchsetzen wird. Bereits jetzt werden rund 75% des E-Commerce Umsatzes über Smartphones generiert.

Etliche lokale Unternehmen nutzen soziale Medien um Ihre Produkte zu bewerben. Facebook ist mit mehr als drei Milliarden Verbindungen pro Tag und mehr als 17,2 Millionen Benutzerkonten das beliebteste Portal, gefolgt von Twitter mit mehr als 280 Millionen Verbindungen pro Tag.

 

Geschäftschancen für deutsche Unternehmen

 

Der Telekommunikationssektor in Pakistan verzeichnet seit über einem Jahrzehnt ein sehr schnelles Wachstum, das
weiter anhalten wird. Bedarf an Ausrüstung besteht u.a. an Telekommunikationsschaltern, Funkverbindungen, Glasfaserkabeln, Breitbanddiensten, Notstrom-Anlagen.

Der lokale Softwaremarkt ist zwar exportorientiert, ist jedoch abhängig von Importen für die neuesten Technologien und Dienstleistungen. Besonders gute Aussichten bieten sich für deutsche Anbieter von Produkten für den Unternehmenssektor wie Finanzmanagement, Online-Schulungsportale, E-Commerce, E-Payment, eingebettete
Tools und andere webbasierte Anwendungen.

Der Modernisierungsbedarf steigt auch in der Industrie und deutsche Expertise für den Aufbau der „Industrie 4.0“
ist in allen Wirtschaftszweigen gefragt.

 

Teilnahme

Es handelt sich um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU, die im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie durchgeführt wird.

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.ixpos.de/markterschliessung abgerufen werden.

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